Gesund
und fit durch vollwertige Ernährung
Ohne Nahrung kann man nicht leben.
Doch es ist keineswegs egal, womit wir uns ernähren. Der Körper
benötigt viele verschiedene Stoffe in unterschiedlicher Menge um
richtig arbeiten zu können. Ein Zuviel kann hier genauso
schlecht sein, wie ein Zuwenig. Viele Erkrankungen und
Stoffwechselstörungen werden durch falsche Ernährung
mitverursacht oder begünstigt.
Vollwertige Ernährung heißt, den
Körper in ausreichender Menge mit allen wichtigen Stoffen zu
versorgen, ohne ihn dabei unnötig zu belasten. Die natürlichen
Abwehrkräfte werden so gestärkt und werden mit vielen
Infektionskrankheiten besser fertig. Da einzelne Organe nicht überlastet
werden, sinkt auch das Risiko, an sogenannten
Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Gicht oder Diabetes zu
erkranken, erheblich.
Die Hauptbestandteile unserer
Nahrung sind Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Vitamine und
Mineralstoffe werden nur in relativ geringen Mengen benötigt,
sie sind deshalb aber nicht weniger wichtig. Der Energiegehalt
der Nahrung wird in Kalorien oder Joule angegeben. Alle 3 Hauptnährstoffe
enthalten Kalorien, Fett allerdings etwa doppelt soviel wie die
gleiche Menge Eiweiß oder Kohlenhydrate. Vitamine und
Mineralstoffe sind kalorienfrei.
Vollwertige Ernährung ist keine
komplizierte Diätform, sondern läßt sich problemlos
verwirklichen, wenn Sie einige einfache Regeln beachten.
Tips für
eine ausgewogene Ernährung
- Achten Sie auf Ihr Gewicht.
Übergewicht belastet Ihren Körper und ist ein Zeichen
dafür, daß Sie sich nicht ausgewogen ernähren. Als
Faustregel für das Gewicht gilt: Normalgewicht (kg) = Körpergröße
(cm) minus 100. Bei Frauen zieht man davon noch 10% ab.
- Essen Sie wenig Fett. Eine
fettreiche Ernährung begünstigt nicht nur Übergewicht
sondern auch eine Reihe von Krankheiten und
Stoffwechselstörungen. Die meisten Menschen ernähren
sich zu fettreich, da Fett ein guter Geschmacksträger
ist. Auch Milch, Käse, Wurst, Schokolade, Chips usw.
enthalten größere Mengen an unsichtbarem Fett. Von
vielen dieser Produkte gibt es aber auch fettarme
Varianten. Auch bei der Zubereitung können Sie Fett
sparen. Bevorzugen Sie Dünsten, Dämpfen und Mikrowelle
und verzichten Sie auf Paniertes, Frittiertes und
Gebratenes.
- Essen Sie möglichst wenig
Zucker und Weißmehlprodukte. Hoher Zuckerkonsum belastet
den Organismus auf vielfältige Weise. Bei der
Herstellung von Weißmehl gehen die wertvollsten
Eigenschaften des Getreides verloren.
- Trinken Sie ausreichend, d.h.
mindestens 1,5-2l am Tag. Bevorzugen Sie ungesüßten
Tee, Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte. Trinken
Sie wenig Limonaden oder Fruchtsaftgetränke.
- Trinken Sie nur wenig Alkohol.
Alkohol hat viele Kalorien, liefert dem Körper aber
keine Vitamine. Im Gegenteil, starker Alkoholkonsum kann
dazu führen, daß der Körper vermehrt Vitamine
ausscheidet. Übergewicht, Vitaminmangel und Leberschäden
können die Folge sein.
- Essen Sie ballaststoffreich.
Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil einer
gesunden Ernährung. Ballaststoffe quellen im Magen auf
und sorgen so für eine gute Verdauung. Außerdem wirken
Sie sättigend und verhindern so eine zu hohe
Nahrungsaufnahme. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung
empfiehlt eine tägliche Ballaststoffaufnahme von 30g.
Die meisten Menschen bleiben allerdings weit dahinter zurück.
Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Vollkornprodukte (Vollkornbrot:
7g/100g), Hülsenfrüchte (10-20g/100g) und Kleie (48g/100g).
Auch Kartoffeln und verschiedene Gemüse, z.B. Kohl und
Karotten enthalten Ballaststoffe (2-3g/100g). Achten Sie
bei der Aufnahme von Kleie- oder Ballaststoffpräparaten
auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (pro Löffel 1
Glas Wasser zusätzlich trinken).
- Essen Sie wenig Fleisch. 2
Fleischmahlzeiten pro Woche sind ausreichend. Setzen Sie
dafür häufiger Seefisch auf den Speiseplan. Ihre Eiweißaufnahme
ergänzen Sie durch reichlich fettarme Milchprodukte, Hülsenfrüchte,
ca. 3 Eier pro Woche und Kartoffeln.
- Essen Sie täglich frisches
Gemüse und Obst (möglichst als Rohkost) und häufig
Kartoffeln. Hieran können Sie sich nämlich satt essen,
ohne davon zuzunehmen. Verzichten Sie aber auf Obst- und
Gemüsekonserven und Kartoffelfertigprodukte.
| Patientenliteratur |
Vollwertig
essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE
Hrsg. AID
Konstantinstr. 124
53179 BonnC.
Leitzmann, H. Million: Vollwertküche für Genießer,
Verlag: Falken
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