Ernährung
bei Rheumatischer Arthritis
Bei der rheumatische Arthritis
handelt es sich um eine entzündliche Rheumaform. Neben
unspezifischen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit etc.
sind vor allem die Gelenke von der Krankheit betroffen. Es können
Schmerzen sowie vorübergehende oder dauerhafte
Gelenkversteifungen auftreten.
Behandelt wird mit
schmerzlindernden Medikamenten, Mitteln gegen die Entzündungen,
Bädern, Massagen etc. Auch der richtigen Ernährung wird immer
mehr Bedeutung beigemessen. Eine Garantie für Heilerfolge durch
eine Ernährungsumstellung gibt es nicht, dennoch kann durch
einfache diätetische Maßnahmen in vielen Fällen eine positive
Beeinflussung des Krankheitsverlaufes stattfinden.
Ernährungshinweise
- Achten Sie auf
bedarfsgerechte Energiezufuhr. Vorhandenes Übergewicht
sollten Sie nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt
reduzieren, damit die Gelenke nicht unnötig belastet
werden. Bedenken Sie, daß mit zunehmendem Alter der
Kalorienbedarf sinkt, besonders wenn die Beweglichkeit
eingeschränkt ist.
- Bevorzugen Sie pflanzliche
Lebensmittel. Vor allem Blattsalate, Gemüse, Obst und
Kartoffeln sind sogenannte Basenbildner. Eine Ernährung
mit Basenüberschuß wird vielfach als
erfolgversprechendes Therapiekonzept angesehen.
- Essen Sie wenig Fleisch und
Wurstwaren, vor allem kein geräuchertes oder gepökeltes
Fleisch, sowie Fleisch- und Fischkonserven.
- Reduzieren Sie den
Kochsalzgehalt Ihrer Nahrung.
- Ernähren Sie sich fettarm,
und achten Sie auf die richtige Fettauswahl. Gut geeignet
sind pflanzliche Öle mit einem hohen Anteil mehrfach
ungesättigter Fettsäuren, z.B. Sonnenblumen-, Distel-,
Soja- und Weizenkeimöl sowie verschiedene
Pflanzenmargarinen.
- Essen Sie regelmäßig Fisch.
Besonders Hering, Lachs und Makrele enthalten eine Fettsäure,
die die Entzündungen positiv beeinflussen können.
- Ernähren Sie sich
vitaminreich. Vitamine haben eine Vielzahl von Funktionen
im Körper zu erfüllen.
- Eine ausreichende Versorgung
ist entscheidend für das allgemeine Wohlbefinden und die
Widerstandskräfte. Die Vitamine A, E und C können die
schädlichen freien Radikale (z.B. aus Umweltgiften)
binden; ihnen wird daher eine besondere Rolle beigemessen.
Eine abwechslungsreiche Kost, die aus möglichst
frischen, rohen oder schonend gegarten Lebensmitteln
besteht, ist die beste Methode, sich vitaminreich zu ernähren.
Über den Einsatz von Vitaminpräparaten berät Sie Ihr
Team der Mühlen-Apotheke.
- Essen Sie ballaststoffreich.
Ballaststoffreiche Kost erhält das natürliche
Gleichgewicht der Darmbakterien. Fremde Bakterien, die
eventuell an der Entzündungsbildung beteiligt sein können,
haben so nur eine geringe Überlebenschance.
Ballaststoffe sind vor allem in Vollkornprodukten, Kleie
und Kartoffeln sowie in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten
enthalten.
- Essen Sie wenig leicht verfügbare
Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl).
- Trinken Sie wenig Alkohol.
- Auch mit Fastenkuren sind
verschiedentlich gute Erfolge bei der Rheumatherapie
erzielt worden. Vor einer solchen Maßnahme sollten Sie
sich auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt beraten.
Lebensmittelauswahl
Säurearme Ernährung, d.h. Basenüberschuß
wird vielfach als erfolgreiches Therapiekonzept angesehen
- schwache Basenbildner: Milch,
Hülsenfrüchte
- starke Basenbildner:
Blattsalate, Obst, Gemüse, Kartoffeln
- schwache Säurebildner:
Quark, Vollkornprodukte, Nüsse
- starke Säurebildner:
Fleisch, Fleischprodukte, Fisch, Eier, Käse, Alkohol,
Kaffee, Zucker, Weißmehl
| Patientenliteratur |
M. Mandani, H. Lützner:
Meine erfolgreiche Rheumadiät, Verlag: Gräfe
und Unzer
U. Gabs: Das Anti-Rheuma-Buch, Verlag: Dr.
Werner Jopp
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