Neurodermitis
und Ernährung
Neurodermitis ist eine entzündliche Hauterkrankung mit Juckreiz, Hautrötung, Ekzembildung etc. Nach heutigem Wissensstand sind die Ursachen sehr vielschichtig. Sowohl Vererbung, Ernährung als auch psychische Faktoren können von Bedeutung sein.
Zur Behandlung der Neurodermitis gibt es eine Fülle unterschiedlicher Therapieansätze. Durch bewußte, ausgewählte Ernährung kann der Krankheitsverlauf günstig beeinflußt werden. Es ist jedoch nicht möglich, Regeln für eine allgemein gültige Neurodermitisdiät zu erstellen, da die Reaktionen verschiedener Menschen sehr unterschiedlich ausfallen können. Neurodermitis ist eine individuelle Krankheit, die eine individuelle Diät erfordert.
Viele Neurodermitiker leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien, wodurch die Hautsymptome verschlimmert werden können. Durch Berücksichtigung dieser Überreaktionen und Meiden der betroffenen Lebensmittel kann es zu einer deutlichen Verbesserung kommen.
Als Grundlage für die Ernährungsumstellung wird bei Neurodermitikern eine fleischreduzierte, vollwertige Kost, teilweise auch ovo-lacto-vegetabile Ernährung (fleischfreie Kost mit Eiern und Milchprodukten) empfohlen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Nahrungsmitteln, die häufig, wenn auch nicht bei jedem, Hautreaktionen auslösen.
Eliminationsdiät: Ob sie unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden und auf welche Nahrungsmittel Sie reagieren, können Sie durch Austesten mittels einer Eliminationsdiät herausbekommen. Hierbei nehmen Sie jeden 2. Tag ein weiteres Lebensmittel in ihren Speiseplan auf und beobachten die Reaktionen Ihres Körpers.
Rotationsdiät: Lebensmittel, die Sie gut vertragen, sollten Sie nicht zu häufig zu sich nehmen, um zu verhindern, daß der Körper auch gegen diese Produkte Unverträglichkeiten entwickelt. Hierzu eignet sich ein Rotationsplan, in dem diese Lebensmittel vorkommen. Nacheinander verzichten Sie dann für einige Tage bewußt auf diese Produkte. Die Gefahr, daß der Körper auf diese Lebensmittel irgendwann auch negativ reagiert, kann so verringert werden.
Lebensmittel, die häufig Probleme verursachen: Kuhmilch, Weizen, Soja, Hühnerei, Nüsse, Zucker, Süßigkeiten, Schweinefleisch, einige Obst- Gemüse- und Gewürzsorten, Zitrusfrüchte, industriell hergestellte Fertigprodukte
Lebensmittel, bei denen selten Probleme auftreten: Ziegen- und Schafmilch, Mandeln, Kokos, Geflügelfleisch, Kohl
Fasten: Auch mit Heilfasten haben einige Neurodermitiker gute Erfahrungen gemacht. Sprechen Sie diese Maßnahme vorher mit Ihrem Arzt durch.
Achten Sie auf folgende Punkte
| Patientenliteratur | Gerhard Leibold:
Neurodermitis - Ganzheitstherapie für Körper
und Seele, Verlag: Dr. Werner Jopp |
| Adressen | Deutsche Stiftung f. die
Psoriasis und Neurodermitisforschung e.V. Fontanestr. 14 53173 Bonn-Bad-Godesberg Tel. 0228/351091 Deutscher Neurodermitiker Bund e.V. |